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Es ist Herbst, Baby!

Ihr ahnt es, das hier wird ein Sammelsurium-Posting :). Der Herbst ist da, es war viel los und deshalb zischen wir jetzt einfach gemeinsam mit ein paar Erinnerungen rein in die güldene Jahreszeit. Der Herbst kündigt sich an, wenn die Sonne langsam nachlässt. Nicht stark, nur so wie bei einem Gasluftballon, der gaaanz langsam Luft verliert. Wenn sie nicht mehr brennt, sondern nur noch wärmt. Und wenn sie nicht mehr so lange bleibt und schneller sinkt. Der Herbst ist wie ein Seefahrer, der nur einmal im Jahr an Land kommt, um sein Gold zu bringen.

Ich als Sommerkind konnte lange nix mit dem Kumpanen anfangen. Mittlerweile lasse ich mich aber gerne mit Gold beschenken. Ich genieße die Jahreszeitenwechsel und bin froh, dass wir in Deutschland alle vier in ihrer vollen Ausprägung genießen dürfen. Erst mal aber raus aus Deutschland, rein in die USA. Ich war kürzlich mal wieder in New York, um eine gute Freundin zu treffen. Natürlich ist Heidi Klum nicht meine gute Freundin und ich war nicht zum Spaß da, sondern beruflich, aber es war toll, sie für ein Interview wiederzusehen. Wer mich kennt, weiß, dass ich auf die Frage „Und, wer ist dein Lieblingspromi?“ immer wie aus der Pistole geschossen „Heidi Klum“ antworte. Ist immer noch so.

Wir haben in fünf Tagen unglaublich viel gearbeitet und gesehen. An dieser Stelle mal nur zwei Fotos von beeindruckenden Aussichten/Einsichten. Die Stadt, die niemals schläft, vom Rockefeller Center aus gesehen: Der Oculus-Bahnhof am Ground Zero, der bei meinem letzten Besuch noch nicht da war. Ich erinnere mich noch genau an die tragische Stille, die bei meinem allerersten Besuch herrschte (hier nachlesen). Von der „Lautlosigkeit und Beklemmung“, die ich damals empfand, ist nichts mehr übrig. Erschreckend, dass sogar so ein Platz des Unheils bis zum Äußersten kommerzialisiert und finanziell ausgeweidet werden muss. An einem der Abende traf ich die schönste Frau der Welt (nach Heidi, ähem): Das ist Ashley Graham, ein bekanntes Übergrößenmodel – aber vor allem eine Gallionsfigur in unserer Anti-Body-Shaming-Zeit. Sie ist wunderschön, blitzgescheit und äußerst schlagfertig.

Zurück in München standen auch schon die Stones parat und erfüllten mir einen seit Jahren gehegten Wunsch. Einmal diese alten Knacker live sehen. Es war der Hammer! In München ging’s direkt weiter mit der Wiesn. Aber irgendwie lässt der Hype langsam nach, oder irre ich mich? Die Zelte sind nicht mehr SO voll, die Wege nicht mehr SO undurchdringlich und die Wiesngrippe-Ausfälle nicht mehr SO häufig. Natürlich klatschen rosé-glitzer-fancy gekleidete Influencer ihre Instagram-Accounts immer noch mit Fotos voll, unter die sie schreiben, dass sie „sich schon auf den Besuch auf den Wiesn und die erste Maaass“ freuen … aber es lässt langsam nach. Ich finde ein gesundes Mittelmaß ok, ein bisschen aufhübschen, ein bisschen Haare flechten, das Wort „Wiesn“ nicht als Plural benutzen und Maß vernünftig schreiben, aussprechen und konsumieren – dann „bassd die Brezn“, wie der Bayer sagt.

 

Letzte Runde #girlsgirlsgirls 🍻

Ein Beitrag geteilt von JULIA BAUER (@thejunegloomproject) am

Jetzt bin ich dann aber froh, wenn der ganze Trubel vorbei ist, und der Herbst und ich uns eine schöne, ruhige Zeit machen können. Ich will den güldenen Zinober genießen. Ich stelle aktuell übrigens Rekorde im Kürbiskonsum auf:

… tue ein bisschen was Gutes (das ist die Etepetete-Box, die kann man hier bestellen. Man kriegt dann jede oder jede zweite Woche eine Box voll mit Bio-Gemüse, das nicht schön genug für den normalen Verkauf im Laden war):

 

Und jetzt wünsche ich euch eine ganz famose Herbstzeit. Auf dass wir uns oft sehen!

PS I: Ja, Wahl war auch. Aber dazu haben all meine Facebook-Freunde schon genug gepostet. Stattdessen lege ich euch ans Herz, immer mal wieder die Toleranzgrenzen des eigenen Herzens überprüfen.

PS II: Macht’s einfach:

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